AKTUELL/Newsletter/2007

2007 haben neue Werke den Betrieb voll aufgenommen. Die Entwicklung des globalen Mori Seiki Campus geht weiter. Vorstellung des Iga Campus

Unter den zahlreichen Herstellern von Werkzeugmaschinen sagt man insbesondere Mori Seiki eine hohe innerbetriebliche Fertigungstiefe nach. Durch die Fertigung zahlreicher Teile im eigenen Hause – angefangen von wichtigen Komponenten, die eine große Auswirkung auf die Bearbeitungsgenauigkeit haben, wie zum Beispiel Spindeln, Kugelrollspindeln, geschweifte Kupplungen, DDM (Direkt angetriebener Motor) etc., bis hin zu Teilen, welche die Werkzeugmaschinenbasis bilden, wie zum Beispiel Maschinenbette und Verkleidungen - haben wir die Lieferzeiten drastisch reduziert und die Produktqualität maximiert. Zwischenzeitlich haben wir im Jahre 2006 nach und nach die Werke für die Fertigung von Gussteilen, Kugelrollspindeln, Spindeln und Verkleidungen auf dem Mori Seiki Iga Campus aufgebaut, wobei es sich um eine integrierte Produktionsbasis handelt. Diese Werke werden im Jahre 2007 den Betrieb voll aufnehmen und zielen darauf ab, eines unserer im mittelfristigen operativen Plan genannten Ziele zu erreichen, nämlich mindestens 800 Machinen pro Monat zu produzieren.

Aufbau einer integrierten Spindelproduktion



Als wesentlicher Bestandteil von Werkzeugmaschinen gibt es eine starke Nachfrage nach hochpräzisen Spindeln, die während der Bearbeitung und Montage benötigt werden. Auf dem Mori Seiki Iga Campus haben wir im August 2006 ein eigenes Werk zur Spindelproduktion gebaut. Die Fertigung von Spindeln fand früher in zwei Fabriken statt, nämlich in der so genannten Hochpräzisionseinrichtung und im Montagewerk. Jedoch bestand während des Sommers bzw. Winters, wenn die Differenz zwischen Innen- und Außentemperaturen der Werke groß war, die Möglichkeit, dass die Genauigkeit beeinträchtigt werden konnte, wenn die Spindelkomponenten von der Hochpräzisionseinrichtung zum Montagewerk transportiert wurden. Aus diesem Grunde haben wir die Hochpräzisionseinrichtung, bei der unter klimatisierten Bedingungen gearbeitet wird, in das Spindelwerk verlegt, um dort – angefangen von der Teilebearbeitung über die Montage bis hin zur Überprüfung – alles durchführen zu können. Dies hat es uns ermöglicht, die hohe Genauigkeit unserer Teile über den gesamten Bearbeitungsprozess hinweg zu gewährleisten. Zudem werden die Spindeln im Reinraum montiert, in dem die Temperatur, Feuchtigkeit, Staub strikt kontrolliert werden. In dem abschließenden Verfahren werden sämtliche Spindeln genauestens geprüft, ebenso vor dem Versand. Gleichzeitig führen wir Tests durch, um frühzeitig etwaige Abweichungen zu erkennen. Aufgrund dieser Entwicklungen planen wir für das Geschäftsjahr 2007 eine Erhöhung unserer bisherigen monatlichen Produktionskapazität von 850 Einheiten um 30% auf 1.100 Einheiten.

Interne Produktion von Kugelrollspindeln, die unsere DCG(R)-Technologie unterstützen

Die DCG® (Angetrieben im Schwerpunkt) -Technologie repräsentiert die Ursprungstechnologien von Mori Seiki. Das Herzstück dieser Technologie ist die doppelte Antriebskonstruktion, welche zwei Kugelrollspindeln für die Linearachsen verwendet. Zur Standardisierung der Doppelantriebe sind für die Kugelrollspindeln hohe Standards erforderlich, aber Mori Seiki hat all diese Kriterien erfüllt. Die Kugelrollspindeln werden im eigenen Hause produziert. Wir führen eine integrierte Produktion durch, indem wir die so genannte „Kanban-Methode“ umfassend anwenden – d.h. vom Zerspanen, HF-Induktionshärten und Schleifen bis hin zur Montage von Kugelrollspindeln – wobei Standardteile innerhalb von 7 Arbeitstagen fertig gestellt werden. Außerdem führen wir Genauigkeitsmessungen der Kugelrollspindelsteigung und Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch. Zurzeit produzieren wir ungefähr 2.400 Kugelrollspindeln pro Monat. Dies reicht für ca. 80% aller von Mori Seiki versandten Maschinen. Gleichzeitig mit dem Aufbau dieses Spindelwerkes haben wir ein eigenes Werk für Kugelrollspindeln errichtet. Zukünftig werden wir weiterhin in modernste Anlagen wie beispielsweise Außengewinde-Schleifmaschinen etc investieren, um unsere Produktionskapazität weiter zu erhöhen.

Guss- und Blechbearbeitungswerke werden den Betrieb nacheinander aufnehmen

Wir haben das Blechbearbeitungswerk im August 2006 und das Gusswerk im Oktober 2006 gebaut und den Betrieb voll aufgenommen. Das Blechwerk hat eine um 5,5-mal höhere Fertigungskapazität als zuvor und eine Beschichtungskapazität, die 7,7-mal größer ist. Die Anlage arbeitet 24 Stunden am Tag und verarbeitet in 3 Tagen das, wofür früher 1 Woche benötigt wurde. Auf der anderen Seite ist das Gusswerk, welches zur schnelleren Entwicklung von Testmaschinen und Prototypen gebaut wurde, mit einem 5-Tonnen-Schmelzofen ausgestattet, der eine monatliche Produktionskapazität von 200 Tonnen bietet. Die Lieferung von Gussstücken stellte früher einen Engpass dar. Dieser verhinderte, dass die Entwicklungszeit für Testmaschinen und Prototypen verkürzt werden konnte. Das Gusswerk von Mori Seiki setzt die Vollformmethode zur Reduzierung der Lieferzeiten ein. Hierbei werden Styropor-Schablonen anstatt Holz-Formen verwendet, was sich als ideal für die Herstellung von Musterstücken oder Einzelteilen erweist. Das Gussverfahren verkürzt die Gussverfahren, die früher 1,5 Monate benötigten, auf 2 Wochen und ist zudem umwelt-freundlich, da es Staub etc. sammelt.


Wir können Ihnen hier nur einen kleinen Teil dessen vorstellen, was wir auf dem Mori Seiki Iga Campus alles tun. Wir würden uns freuen, Sie einmal auf unserem Iga Campus begrüßen zu dürfen.


Neue Anlagen auf dem Iga Campus

Neue Anlagen auf dem Iga Campus Neue Anlagen auf dem Iga Campus
 

Inhouse- Produktion von DDM(TM) (Direkt angetriebener Motor)

DDM(TM)(Direct Drive Motor)

DDM verbessert die Leistung von Werkzeugmaschinen drastisch. Dieser Motor, der zu einer der Originaltechnologien von Mori Seiki zählt, wird ebenfalls im eigenen Hause gefertigt. Und er wird strikt auf seine Leistungen in Bezug auf Wasser- und Staubdichtheit überprüft, wodurch ein höchst zuverlässiger Mechanismus erzielt wird.

 
DDM : Direct Drive Motor
DCG® : Driven at the Center of Gravity
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